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Einzelmasken |
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Der Hofnarr (3.v.l.; derzeit Rieger
Markus)
Der Burgstall und ein Schloss Enslingen beherbergte vor mehreren hundert
Jahren Adel und Ritter. Und die damalige Obrigkeit hielt sich zur
Unterhaltung auch Hofnarren, die mit viel Witz immer für gute Laune
sorgen mussten. Bereits aus dieser Zeit dürfte der Hofnarr stammen, der
auch heute noch das Gemeindewappen ziert. Die Farben seines Häses sind
der Andelfinger Wappenfigur entnommen und in Rot und Blau gehalten. Er
trägt eine Schellenkappe und, seinem Naturell entsprechend, eine
freundlich verschmitzt blickende Holzmaske. Sie ist ein Einzelstück.
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Die 7 Hofgeister (ganz rechts)
(Bischofberger Timo, Buck Sven, Spöcker Michael, Vetter Martina, Wiest
Christopher, Wiest Matthias,
Ziegelbauer Christoph)
Bekanntlich gab es auf jedem Schloss oder auf jeder Burg Geister. Es
spukte in allen Kellern, Verließen, Gewölben und unterirdischen Gängen.
Ebenfalls nach alten Überlieferungen sollen sie besonders gerne in der
Zeit aufgetaucht sein, die wir heute Fasnet nennen. 7 Geister gibt es
auch heute noch bei der Andelfinger Fasnet. 7 deshalb, weil die Zahl 7
etwas Dämonisches und Mystisches an sich hat. Mehr dürfen an der Fasnet
in Andelfingen nicht als Geister auftreten. Sie haben ein weißes Gewand
und Holzmasken. Außerdem führen sie Netze und "Folterbalken" mit. |
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Der Butzameckeler (derzeit Thilo Borst)
Die Einzelmaske verkörpert die Dunkelheit, was schon an Maske und Häs zu
sehen ist. Schwarzbraun ist die überwiegende Farbe. Er ist eine uralte
Andelfinger Figur und nachweisbar bereits weit über 100 Jahre alt. Über
viele Jahrhunderte hat man in Andelfingen den Kindern von der Gestalt
des Butzameckelers erzählt. So gehört er natürlich zur Tradition in der
Andelfinger Fasnet. |
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Der Hoka-Ma
(Hakenmann) (derzeit Werner Stoermer)
Er ist aus der Andelfinger Fasnet nicht weg zu denken. Sein Ursprung ist
darauf zurückzuführen,
dass durch die Gemeinde mehrere Bäche fließen. Man erzählte den Kindern,
dass sie nicht in die Nähe der Bäche zum Spielen gehen sollten. Sonst
käme der "Hoka-Ma" aus dem Bach und der würde sie mit seinem Haken
hineinziehen. Seine Maske ist aus Holz und ein Einzelstück. Die Farbe
ist, wie auch das Häs, wasserblau. In der Hand hält er einen Haken, mit
dem er Füße, Hände und Hälse einhaken kann. |
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Das Schrättele
(derzeit Franz Haile)
"Mi hot heit Nacht ganz furchtbar s´Schrättele druckt". Diesen Satz
konnte man in früheren Zeiten des öfteren hören. Konnte jemand nicht
richtig schlafen und war sehr unruhig, dann glaubte man, nachts sei ein
Schrättele gekommen und habe ihn gedrückt und gewürgt. Das Schrättele
ist ebenfalls eine Einzelmaske, in der Farbgebung etwas gelblich, so
auch das dazugehörige Häs. Es hat lange Handschuhe und soll auch heute
noch die Zuschauer ab und zu ganz leicht würgen. |
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Die Büttel
(leider auf dem Bild nicht dabei; derzeit Lothar Schaut und Suak Zekai)
Nach der Besitzaufgabe durch die Adeligen hatte das Gemeinwesen selbst
für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Das war auch in Andelfingen so. Deshalb
wurden von den damaligen Amteien neben dem Ammann auch Büttel
eingesetzt. Sie hatten für den inneren Frieden einer Gemeinde zu sorgen.
Heute sind sie im Narrenverein wieder in ihrer Funktion tätig und sollen
bei Umzügen für die Aufstellung und den reibungslosen Ablauf sorgen. |
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